Universal Search im Online-Marketing

Wie bleiben die Besucher auf meiner Website?

18.04.2019

Klar ist es gut, wenn man was zu sagen hat, doch nur, wer interessante und relevante Inhalte auf seiner Unternehmenswebsite bietet und diese gut auffindbar macht, hält die Webseitenbesucher auf seiner Seite. Manuel Brunner, erfahrener Projektmanager und Search-Rockstar beim Enterprise Search-Spezialisten IntraFind, gibt Tipps zur Etablierung einer guten Suchsoftware auf Corporate Websites mit Knowledge Graph & Co.

Was bedeutet Universal Search und was zeichnet sie aus?

Der Ansatz einer Universal Search ist es, alle potentiellen Datenformate und Datenquellen, die den Informationsbedarf des Webseitenbesuchers decken, an einer Stelle zugreifbar zu machen. Das funktioniert für eine Suche im Intranet genauso wie auf Corporate Websites. Auch die Webseitensuche sollte der Single Point of Knowledge sein.

Webseiten verwenden in der Regel neben eigenen Beiträgen auch unterschiedliche externe Informationsquellen für die Präsentation ihrer Inhalte, beispielsweise PIM-Systeme (Product Information Management), Video-Asset-Management-Systeme und Bilddatenbanken. Zunehmend wird erkannt, dass es einer guten Mixtur an unterschiedlichen Erzählweisen von Inhalten bedarf. Viele Botschaften lassen sich besser in einem Video, andere in einem Animated Gif und wieder andere in Textform erzählen. Zudem stehen gerade größere Unternehmen vor der Herausforderung die vielen unterschiedlichen Organisationseinheiten wie Tochter- oder Landesgesellschaften umfassend recherchierbar zu machen. 

Dafür braucht man Technologien, die skalierbar und robust sind und die problemlos unterschiedliche Informationstypen und Datenquellen anbinden können. Ebenso muss die Technologie über Schnittstellen verfügen, die von jeder Agentur und jedem Webentwickler supereinfach in die bestehenden Informationsquellen integriert werden können. Denn wenn ich als Unternehmen den Weg gehe, eine wirklich gute Corporate Website zu etablieren, sollen die einzelnen Informationsquellen auch von dieser intelligenten Suche profitieren, um hervorragende Suchergebnisse liefern zu können.

Können Sie ein Beispiel nennen?

Eine Unternehmensgruppe hat drei Tochtergesellschaften, sponsert ein Sportereignis, das den Unternehmensnamen trägt und ist an der Börse notiert. Die relevanten Informationen dazu liegen technisch gesehen auf völlig unterschiedlichen Systemen. Der Webseitenbesucher erwartet aber alle Informationen auf der Group-Seite zu finden. Dazu muss die Zusammenführung dieser Informationen im Hintergrund systemübergreifend erfolgen.
Studien belegen ganz deutlich, dass Besucher maximal 30 Sekunden Geduld aufbringen, um relevante Information aufzufinden, da sie sonst davon ausgehen, dass diese Information nicht vorhanden ist. Dann verlassen sie die Seite und sehen sich anderweitig um. 

Neben wichtigen Basisfeatures wie intelligenter Autovervollständigung und Autokorrektur schlägt eine gute Suchsoftware wie der iFinder5 elastic auf einer Website auch weiterführende, semantisch zugehörige Inhalte vor und stellt ergänzende Informationen zur Suche visuell in einem Knowledge Graph bereit. Dieser greift auf verschiedene Quellen zu, verknüpft die Daten untereinander und liefert sinnvollen Mehrwert in Form von Anfahrtsbeschreibungen, Öffnungszeiten, Aktienkursen, etc. sowie automatisch oder redaktionell kuratierte Content-Verlinkungen. 

Welche Fragen sollten sich die Verantwortlichen für eine Unternehmenswebsite hinsichtlich der Suche stellen?

Als Webseitenverantwortlicher muss ich die Brille des Webseitenbesuchers aufsetzen. Ich muss mich fragen: Welche Informationen könnte er benötigen, was könnte ihn interessieren? Am besten ist dies möglich, indem das Projektteam in Form von User Stories die Anforderungen definiert und sich dabei zunächst komplett frei von Content- und Informationsquellen macht und über den Tellerrand hinausschaut. Man wird schnell feststellen, dass man neben der eigenen Website andere logisch verknüpfte Datenquellen hinzufügen muss. 

Was macht ein erfolgreiches Search-Projekt aus?  

Suchen Sie sich ein eigenes Team, das nicht nur aus Mitarbeitern besteht, und recherchieren Sie auch im Freundeskreis, Familie etc., um die wahren Bedürfnisse des Users zu erfassen. Ihr Anspruch muss sein, dass die Ergebnisse in Ihrer Trefferliste immer besser sind als die des Wettbewerbs. Zudem muss die Suche als zentrales Gestaltungselement auf der Webseite hervortreten. Fragen Sie sich doch selbst, wer Ihre Suche nutzen soll, wenn sie oben rechts im Mini-Format hinter einer winzigen Lupe verborgen ist. Natürlich nutzen Sie dazu auch weiterhin die gängigen Analytics-Plattformen, um festzustellen, ob Sie Ihre Inhalte auch zielgruppengerecht transportieren.

Wir als Experten setzen Ihre Anforderungen mittels unseres Elasticsearch-basierten Komplett-Produkts zuverlässig um. Namhafte Kunden wie BMW oder Siemens setzen auf intelligente Suche, die mit Graphdatenbanken und viel AI ganz neue Qualitätsansprüche wahr werden lässt. Dabei beraten und begleiten wir Sie von der User Story bis zum Rollout.

Warum sehen Sie sich als Search-Rockstar?

Meiner Meinung nach wird die Bühne für die Suche mit jedem Jahr größer und wichtiger. Die Faszination, die mich Ende der 90er Jahre zu dem Thema gepackt hat, ist im Lauf der Jahre noch größer geworden, genauso wie das Thema selbst. Nachdem mich dieses Fachgebiet so sehr fasziniert, versuche ich tagtäglich unsere Kunden ebenso davon zu begeistern. Dabei ist es mir weniger wichtig, wie groß der Kunde ist, sondern wie wir es schaffen eine gemeinsame Vision auf die Bühne zu bringen.


Die IntraFind Software AG ist auf der diesjährigen OMR (Online Marketing Rockstars-Festival) am 7. und 8. Mai 2019 in Hamburg als Aussteller mit eigener Masterclass zum Thema „Tune up your Website“.

Weitere Infos: https://www.intrafind.de/unternehmen/news/intrafind-praesentiert-universal-search-fuer-unternehmenswebseiten

https://searchrockstars.com/

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Der Autor

Manuel Brunner

Manuel Brunner ist Experte für das Thema Suchtechnologien. Seit 2008 ist er für die IntraFind Software AG tätig und leitete u.a. viele Jahre lang das Team Professional Services, bevor er in seiner neuen Rolle die Bereiche Partner Management & Business Development übernahm.

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