Hardware war gestern? Stimmt, das sehen wir schon immer so.

Google kündigt Google Search Appliance (GSA) ab.

 

Google hat seinen Gold-Partnern kürzlich mitgeteilt, sein seit 2002 auf dem Markt befindliches Hardware- Software Bundle, Google Search Appliance, ab 2017 nicht mehr verkaufen zu wollen. Als Hintergründe wurden genannt, dass all die Komponenten und Funktionalitäten, die Google derzeit seinen B2C- Anwendern über www.google.com bereitstellt, nicht mehr in eine einzelne Hardware integrierbar sind. Die Anforderungen der Anwender sind gewachsen und jeder erwartet, dass die Möglichkeiten, die die klassische Internetsuche bietet, auch in einer unternehmensweiten Suche mit der GSA verfügbar sind. Google möchte dieses Problem mit einer Cloud-basierten Anwendung für Unternehmen weltweit lösen. Was hat es mit der Search-Cloud von Google auf sich? Unsere Idee dazu sieht folgendermaßen aus:

 

Gerade für die Entwicklung der natürlichsprachigen Suche, wie wir sie aktuell von Apple‘s Siri kennen, ist es Google sehr von Nutzen, massenhaft Suchmuster bzw. Suchverhalten zu speichern, zu analysieren und auszuwerten, um letztendlich daraus „Intelligentes“ und „Verkaufbares“ ableiten zu können. Um diese Entwicklung voranzutreiben, benötigt Google ein enormes weltweites Informationspaket aus sämtlichen Unternehmensumfeldern.

 

Im klassischen B2C Anwenderbereich kann Google wie auch Facebook auf dieses beachtliche Wissen zurückgreifen, welches sich aus Suchanfragen, Inhalten auf Webseiten, Darstellung und Nutzung der Trefferlisten, Akzeptanz des organischen Rankings, Klickverhalten oder Lesefluss zusammensetzt. Es ergeben sich Abermillionen Profile, die in der Masse mit statistischer Verfahren ausgewertet werden. Das Ergebnis sind beispielsweise Anwendungen wie Google Translate, die mit der Markteinführung und Marktakzeptanz ganze Unternehmen verschwinden ließen. Vielen Anwendern ist diese Entwicklung unheimlich, da für nur sehr wenige einsehbar und kalkulierbar.

 

Doch ist jedes Unternehmen, welches heute die GSA integriert hat, bereit sein Unternehmenswissen, seine Unternehmensinformationen in der Cloud zu speichern und damit bereit das Risiko einzugehen, dass im worst-case Suchanfragen, Suchverhalten von Mitarbeitern für statistische Auswertungen genutzt werden könnten?

 

Um noch kurz auf die Hardware-Frage einzugehen. Viele Suchanbieter für eine unternehmensweite Suche setzten und setzen heute noch auf den Google-Trend und investierten in starre Hardware-Lösungen, die dem Kunden nur ganz begrenzt Einblick in Verfahren bieten. Wir von IntraFind sind auch der Meinung, dass eine Blackbox keine Lösung ist, da Skalierbarkeit und Performance damit ihre Grenzen haben. Und wie wir bereits von unseren Kunden wissen, ein hohes Maß an Individualprogrammierungen und Workarounds benötigen. Also, warum sollte man eine von Google als zukunftslos betrachtete Lösung - nämlich eine Search Appliance - durch eine Kopie ersetzen?

 

Wir interessieren uns für Ihre Haltung zu diesem Thema. 3 kurze Fragen haben wir vorbereitet >>

 

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Der Autor

Anke Mittelstädt

Anke Mittelstädt ist seit 2012 bei IntraFind beschäftigt und verantwortet den Bereich Marketing und Public Relations. Sie blickt derzeit auf über 15 Jahre IT-Marketing Erfahrung zurück.

In der Zeit vor IntraFind arbeitete Anke Mittelstädt als Manager Marketing EMEA & APAC bei Iron Mountain Digital. Weitere 5 Jahre verbrachte sie bei dem Storage-Hersteller NetApp. In ihrer Rolle als Enterprise Marketing Manager erarbeitete sie erfolgreiche Marketing-Strategien und -Kampagnen und trug so zum Unternehmenserfolg bei.

Die Diplom Betriebswirtin startete ihre berufliche Laufbahn im Marketing und Vertrieb der Infineon Technologies AG. Anke Mittelstädt lebt in München.

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